Blog.: Wenn die Presse gegen Christen hetzt

Diesen Text habe ich schon im Februar vorbereitet und er wird sicher in nächster Zeit nicht an Aktualität verlieren.

Ein Bruder in Christus veröffentlichte ein gutes Schreiben, nach dem er eine ZDF-Reportage sachlich analysiert hat, in der es um „Christfluenzer“ geht. (Christfluenzer sind im Internet sehr bekannte Christen die entsprechen Inhalte teilen, so wie es Influencer mit ihren Interessen machen)

Ich selber habe sie nicht gesehen, aber ich kann mir denken, wie so eine Aussieht, da in der Vergangenheit schon des Öfteren Presseinhalte erstellt wurden, die mehr Propaganda waren, als eine sachliche Berichterstattung. Von dieser Art gibt es aus den letzten 12 Monaten auch nicht wenige und es werden sicher noch mehr. Man kann gut erkennen, dass gegenwärtig gegen Christen gehetzt und das Gottes Wort verdreht wird und dies ist sogar prophetisch vorhergesagt worden (Matthäus 24,9). Aus meiner Sicht, gilt das folgenden geschriebene jedem der Presse, der einen solchen einäugigen Bericht erstellt. Demnach kann ich mich dem anschließen.


Ein paar der Beiträge auf YouTube, hier vom ZDF.

Julian Zeiger schreibt:

“Öffentliches Statement zum aktuellen ZDF-Beitrag

Ich habe mir den aktuellen Beitrag des ZDF bewusst und aufmerksam angesehen.

Ich habe ihn nicht aus einer Haltung des Ärgers heraus betrachtet, sondern mit dem ernsthaften Wunsch, zu verstehen, einzuordnen und verantwortungsvoll darauf zu reagieren.


Zuerst möchte ich eines klar benennen:

Es gibt geistlichen Missbrauch.

Es gibt religiöse Manipulation.

Es gibt Menschen, die im Namen Gottes verletzt, eingeschüchtert oder kontrolliert wurden.

Diese Erfahrungen sind real, sie sind schmerzhaft und sie verdienen es, gehört zu werden.

Niemand sollte solche Erfahrungen kleinreden oder relativieren.

Gerade weil dieses Thema so sensibel ist, trägt jede journalistische Berichterstattung darüber eine besonders große Verantwortung.

Der Beitrag stellt die Frage, ab wann Glaube gefährlich werden könne.

Diese Frage wirkt auf den ersten Blick legitim, ist aber nicht neutral.

Sie legt bereits nahe, dass der Glaube selbst ein Risiko darstellt.

Dadurch entsteht ein Rahmen, in dem christlicher Glaube insgesamt unter Verdacht gerät.

Nach meiner Überzeugung ist nicht der Glaube an Jesus Christus gefährlich.

Gefährlich wird es dort, wo Menschen Macht über andere ausüben.

Gefährlich wird es dort, wo Angst an die Stelle von Liebe tritt.

Gefährlich wird es dort, wo Kontrolle wichtiger wird als Wahrheit.

Gefährlich wird es dort, wo Ideologie Christus ersetzt.


Jesus Christus selbst hat religiösen Machtmissbrauch scharf kritisiert.

Er hat Menschen nicht in Abhängigkeit geführt, sondern sie befreit.

Er hat keine Angst benutzt, um Menschen zu kontrollieren.

Er hat Wahrheit gesprochen, auch wenn sie unbequem war.

Er hat Liebe gelebt, ohne Bedingungen zu stellen.

Jesus sagt, dass man Menschen an ihren Früchten erkennen wird.

Er sagt nicht, dass man sie an Etiketten, Zuschreibungen oder Schlagzeilen erkennen soll.

Was mich an dem Beitrag besonders bewegt, ist die Art der Darstellung.

Es wird viel über Christen gesprochen.

Es wird über Motive, über Gefahren und über Zusammenhänge gesprochen.

Es wird jedoch kaum mit Christen gesprochen, die ihren Glauben heute reflektiert, verantwortungsvoll und ohne Machtanspruch leben.

Echter Journalismus lebt vom Dialog.

Echter Journalismus lebt von Begegnung.

Echter Journalismus lebt davon, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und einzuordnen.

Wenn Menschen öffentlich problematisiert oder eingeordnet werden, trägt die Berichterstattung Verantwortung für das Bild, das beim Publikum zurückbleibt.

Viele Zuschauer unterscheiden nicht fein zwischen Einzelfällen und Gesamturteilen.

Was häufig zurückbleibt, ist ein Gefühl.

Dieses Gefühl kann lauten, dass christlicher Glaube grundsätzlich gefährlich sei.

Ein solcher Eindruck wird der Realität vieler Christen nicht gerecht.


Ich bin Christ, weil ich Jesus Christus kenne.

Ich folge keiner Szene, keiner Ideologie und keiner politischen Agenda.

Ich folge einer Person.


Jesus Christus ist für mich keine Theorie und kein Machtinstrument.

Er ist die Wahrheit, die frei macht.

Er ist die Liebe, die Verantwortung trägt.

Er ist der Maßstab, an dem sich jeder Glaube messen lassen muss.


Der Glaube an Jesus hat mich nicht härter gemacht.

Er hat mich barmherziger gemacht.

Er hat mich nicht radikalisiert, sondern nüchtern gemacht.

Er hat mich nicht gegen Menschen aufgebracht, sondern mir Verantwortung für Menschen gegeben.


Wo Angst regiert, steht Christus nicht im Zentrum.

Wo Menschen gebrochen werden, steht Christus nicht im Zentrum.

Wo Macht wichtiger ist als Wahrheit, steht Christus nicht im Zentrum.


Kritik an Missbrauch ist notwendig.

Aufarbeitung ist notwendig.

Differenzierung ist jedoch ebenso notwendig.

Pauschalisierung zerstört Vertrauen und verzerrt die Wahrheit.


Ich wünsche mir eine Berichterstattung, die klar unterscheidet.

Ich wünsche mir eine Berichterstattung, die einordnet, statt zu vermengen.

Ich wünsche mir eine Berichterstattung, die zuhört, statt nur zu deuten.

Ich wünsche mir eine Berichterstattung, die Wahrheit sucht und nicht nur Wirkung.


Ich schreibe dieses Statement nicht aus Feindschaft.

Ich schreibe es aus Verantwortung.

Ich schreibe es aus Liebe zur Wahrheit.


Ich bleibe gesprächsbereit.

Ich bleibe dialogbereit.

Ich bleibe friedlich, aber ich bleibe nicht still, wenn der Glaube an Jesus Christus verzerrt dargestellt wird.


Ich bete nicht gegen Menschen.

Ich bete für Wahrheit.

Ich bete für Klarheit.

Ich bete für Heilung.

Ich bete auch für Journalisten, die Verantwortung tragen.


Jesus Christus sagt, dass die Wahrheit frei macht.

Er sagt auch, dass er selbst die Wahrheit ist.


Ihm allein gebührt alle Ehre.

Nicht mir, nicht einer Szene und nicht einer Meinung.

Jesus Christus allein. ”

(Quelle Text u. Bild: Facebook.com,. Habe die Erlaubnis es zu teilen. Vorschaubild stammt aus dem Beitrag)

 

“Dieser Beitrag verstößt in mehrfacher, struktureller Weise gegen den Pressekodex.” So Julian Zeiger über einen weiteren Beitrag (Quelle)

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