Blog.: Bibelstellen zum „lichtvollen Stolz“

Wie ich zu dem Begriff “Stolz”stehe und was ich mit lichtvollem und mit düsterem Stolz meine, habe ich in diesen Beitrag geschildert.

Und ich will auch nur einen weiteren kurzen Beitrag dazu ergänzend erstellen, denn es gibt diesen Stolz, der lichtvoll gemeint ist auch in der Bibel. Nur wird er da als Ruhm bzw. als Rühmen bezeichnet.

Der Unterschied zwischen Stolz und Ruhm ist der, dass Stolz ein Gefühl von innen heraus ist und Ruhm eine Würdigung von außen. Wenn man von außen für eine Leistung geehrt wird, kann ein Mensch froh über seine Leistung sein und sich darüber freuen. Wenn er auch ehrlich erworben wurde, kann ein dieser hier ruhig stolz sein. Ruhm und Stolz gehören also irgendwo zusammen. Es gibt Menschen, die machen für Ruhm alles und haben dabei kein Interesse, ein Leben mit Gott zu führen. Somit kann auch Ruhm mit oder ohne Gott bzw. mit oder ohne Hochmut gelebt werden. Das wird sicher auch noch auf viele weitere Eigenschaften zutreffen.

So heisst es in Galater 6,4: „Jeder soll sein eigenes Tun prüfen; dann kann er sich rühmen, wie er ist, und braucht sich nicht mit anderen zu vergleichen.“

Der Apostel Paulus drückt tiefe Freude und seinen Stolz bzgl. der Gemeinde in Thessaloniki aus, die er mitgegründet hat und weil sie im Glauben standhaft sind: „Wer ist denn unsere Hoffnung und unsere Freude? Wer ist unser Ehrenkranz, wenn unser Herr Jesus wiederkommt? Seid nicht gerade ihr das? Ja, ihr seid unsere Ehre und unsere Freude.“ (1. Thessalonicher 2,19-20) Wenn Paulus hier keinen Stolz zeigt, was bitte ist es dann, liebe Geschwister?

Man darf gewiss seine Freude und seine Erleichterung über seine Erlösung durch den Herrn Jesus Christus ausdrücken. Das ist ein Stolzsein von innen und ein Rühmen, durch den Herrn von außen, das Gott die Ehre gibt: „Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn!“ (2. Korinther 10,17).

Leider weiß ich die Quelle nicht, aber mir wurde erzählt, dass jemand ganz passend bemerkte, dass „die Christen immer so bedrückt sind“. Dabei sind sie doch die, die erlöst sind von Sünde, Tod, Angst und der Trennung von Gott. Aber so wirklich erlöst sehen sie nicht aus. Das mag vielleicht daran liegen, dass ihnen immer wieder auf die Finger geklopft wird, weil viele Stolz oft NUR mit Hochmut assoziieren und somit dieses Licht das im Stolz sein kann, gar nicht zum Vorschein kommt.

Doch jeder, der sich bewusst ist, dass er ein Geschöpf Gottes ist sollte doch von Herzen rufen dürfen: „Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!“ Wenn das keine Freude ist und ein erhabenes stolzes Gefühl, das ehrfürchtig die Schöpfung Gottes preist, dann sollte die Christen-Polizei mich lieber wegsperren, weil ich genauso denke wie ihr lest. Moment mal, das ist ja schon von jemand anderem gesagt worden. Zumindest wird es David zugeschrieben und man findet es in Psalm 139, Vers 14 (HOF)

Wenn Stolz wirklich vor allem ichbezogen sei, um den reinen Eigennutz daraus zu ziehen, dann könne so ein Stolz auch nicht demütig mit anderen agieren und ihnen helfen. So ein Stolz kann nicht Gott preisen, wie ich es tue. Ein solcher düsterer Stolz möchte nichts mit Gott zu tun haben und sich vor allem „selbst verwirklichen“, statt dass die Liebe Gottes sich vergrößert.

Vor dem Verderben kommt Stolz, und Hochmut vor dem Fall.“ heißt es in der Elbefelder Übersetzung. Wer einen Stolz in sich hat, hat auch Verantwortung darüber und darf achtsam sein, dass er nicht übermütig wird. Aus der Kampfkunst weiß ich, dass es gerade in heiklen Sitzungen gut ist, auch nach einem Sieg weiter konzentriert und demütig zu bleiben, damit nicht am Ende doch noch eine böse Überraschung passiert.

Mit den Übersetzungsunterschieden habe ich mich noch richtig befasst, aber die der Einheitsübersetzung ist wie folgt: „Hoffart kommt vor dem Sturz / und Hochmut kommt vor dem Fall.“ Interessanterweise kommt diese Zeile von derselben Versstelle auch ohne das Wort „stolz“ aus. Hoffart wird wie folgt definiert: „Hoffart f. ‘übersteigerter Stolz, überheblicher Hochmut, Dünkel’, mhd. „ (dwds.de) Mit anderen Worten, es gibt für meinen benannten „düsteren Stolz“ schon ein Wort: Hoffart.

Meine lieben Geschwister, ich bitte euch und ich bitte Jesus Christus um dessen Segen, dass wir lernen, differenzierter mit den Worten und in diesem Fall mit dem Wort "Stolz" umzugehen. Denn der lichtvolle Stolz sind die Flügel, die der HERR uns verleiht und die uns Christen hochheben zu Gott und über die Sündenflut. Sie ist der brennende Docht, den wir in unserer Lampe haben sollen, den wir jetzt in der dunkelsten Zeit der Christen hell brennen lassen müssen.

Lebt demütig und mit den Freuden, die ihr durch Christus habt. Lebt aufrecht und mit Stolz, wie der HERR mir selbst geboten hat.

Ein lebendes Beispiel

Diese junge Frau aus Österreich, ist Feuer und Flamme und strahlt, wenn sie von ihrem Leben mit Gott erzählt. Das, was ihr hier sehen könnt, das ist es, was ich mit lichtvollem Stolz meine. Das ist der Stolz, den mir Gott geraten hat, zu leben. Eine solche Flamme wird sicher keinen Sturm so schnell auspusten können und solche Menschen braucht unser Herr Jesus Christus in dieser Zeit. Gott sei es gedankt, dass ich über dieses Video gestolpert bin. (Hochgeladen wurde es 1 Tag nach dem ich den Text oben schrieb)

Was Jüngerschaft wirklich bedeutet | Bernadette Lang

“In diesem Video spricht Bernadette Lang darüber, was es wirklich bedeutet, Jesus nachzufolgen. Jüngerschaft ist nicht nur etwas für besonders Fromme, sondern der Kern des christlichen Lebens: Jesus kennenlernen, ihm vertrauen und ihm im Alltag ähnlicher werden.” Sie spricht auch über ihr Leben in ihrer christlichen Wohn- und Lebensgemeinschaft.

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Blog.: Das echte Vaterunser von Jesus