Blog: Stolz - So geht es lichtvoll ...

Zum 10-jährigen Jubiläum meiner Gottesbegegnung, es geschah am 24. April 2016, habe ich einen Text zum Thema „Stolz“ verfasst. Denn dieser Begriff und sein Sinn wurden mir von Gott auch als etwas Positives vermittelt.

In Nahtoderfahrungen wird einem Nahtoderfahrenen oft ein prägender und individueller Satz mitgegeben, der zu seiner inneren Herzenfrage passt, der ihm die Richtung zu Gott zeigen und ihn bestärken soll für seine weitere Erdenreise. Da mein Rauscherlebnis, das ich dazu hatte, mehr einem Nahtoderlebnis ähnelte und weniger einem „Drogen-Trip“, habe ich einen solchen Satz, neben vielen anderen Erkenntnissen, bekommen. Es war darin die Situation da, dass ich von Gottes purer Liebe durchflutet wurde und ich mich daher, in meinem Rauschzustand, aus tiefster Ehrfurcht vor ihm unbedingt auf die Knie fallen wollte, was jedoch nicht gelang, da ich mich fast nicht bewegen konnte. Denn ich spürte dabei, wie es nicht selbstverständlich ist, als Mensch leben zu dürfen.

Er sagte zu mir: „Werf‘ dich nicht vor mir nieder!“, und spürte dabei seine Abneigung gegen diese Sitte. "Lebe dein Leben, das ich dir gegeben habe, aufrecht und mit Stolz." ….

Seit dem Tag vor 10 Jahren habe ich viel über die Begegnung, das, was ich gespürt, gehört, gesehen und erkannt habe, nachgedacht. Somit auch, was es mit dem Stolz auf sich hat, warum Christen das vor allem abwertend und nicht differenziert sehen. Und was da überhaupt los ist in dem ganzen spirituellen Verständnis von allem. Von Gott, dem Christentum, seiner Schöpfung, den verschiedenen Religionen und den spirituellen Lehren inklusive der Esoterik. In dieser Zeit habe ich viele Antworten gefunden und zu Christus. Heute möchte ich euch das Wort „Stolz“ und seinen Inhalt auf diese Weise näherbringen, wie ich erkenne, dass es lichtvoll gelebt werden kann:

 

Zwei Seiten des Stolzes

Wenn wir von der Eigenschaft Stolz bzw. dem Gefühl des Stolzes reden, gibt es vor allem zwei Sichtweisen darauf, die sich gegenüberstehen.

Diese Diskrepanz ist jedoch auch ein gutes Beispiel, wie etwas lichtvoll gelebt werden kann, d. h., wie es Gott gefällt, oder wie es mit seinem Schattenaspekt, düster gelebt wird, der einen von Gott entfernt und es somit als Sünde gilt.

Wenn wir uns die Menschen um uns herum ansehen, erkennen wir auch, dass jeder eine gewisse Ausstrahlung hat. Das ist etwas Intuitives, das auch weniger empathische und hochsensitive Menschen spüren können, da es überlebenswichtig ist. Diese Ausstrahlung macht einen Menschen entweder attraktiv, z. Dt. anziehend, sodass man ihm Aufmerksamkeit widmet, oder unattraktiv bzw. nicht auffällig attraktiv, sodass man einem Menschen keine besondere Aufmerksamkeit schenkt.

Gerade der positive Stolz ist sehr attraktiv. Er wirkt erbauend, authentische, gesetzt, reif, und Lösungsorientierung. Denn der Mensch ist von Grund auf ein suchendes Wesen. Es sucht intuitiv nach etwas Lichtvollem, wohin es sich ausstrecken kann, von dem es Kraft bekommt und selbst aufblühen kann. Er sucht nach Freude, Geborgenheiten, Wahrheit, Zusammenhalt, Erfolg und Sicherheit.

Ein Mensch, der einen lichtvollen Stolz lebt, strahlt genau dies aus, dass er das gefunden hat, und wir nehmen das unterbewusst wahr. Wir wissen intuitiv, dieser Mensch geht seinen Weg und er hat seine bisherigen Ziele in seinem Leben erreicht. Er hat sicher auch tiefe Täler durchgestanden und ist selbstbewusst geworden, weil er weiß, wie er mit seinen Ressourcen, Erfahrungen, Fähigkeiten und Begabungen so umgeht, dass es ihm für ein Leben nützt, das man auch Leben nennen kann.

Welchen Platz sie auch gemacht hat, so sieht eine Gewinnerin aus.

Gerade Kinder brauchen für ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein dieses Gefühl von STOLZ. So erkennen sie, dass sie etwas erreichen können, wenn sie auf ein Ziel hinarbeiten, lernen und es durchziehen, und am Ende eine großartige Leistung zeigen, bei der sie über sich selbst hinausgewachsen sind. [QB]

Wenn ein Mensch das aus eigener Kraft schafft, ohne eine Beziehung mit Gott oder ohne zumindest mit einer guten Demut vor dem Leben, dann kann das für den Menschen so sein, dass er meint, er könne oder müsse alles alleine schaffen. Dann beginnt er, hart zu werden, zu betrügen und neigt auch dazu, zu unlauteren Mitteln zu greifen, nur um das Selbstbild eines mächtigen Menschen aufrechtzuerhalten. Dann kippt der gesunde, lichtvolle Stolz in das Düstere, weil darin die Demut verloren gegangen ist.

Dieser negative Stolz ist arrogant und wirkt bedrohlich, etwa wie ein Actionheld, der sich nichts sagen lässt, unempathisch Gewalt anwendet und es nach seinem Willen gehen muss, während er seiner Vendetta folgt.

Oder dieser Stolz ist angeberisch und protzig, wie von einer Influencerin, die auf allen Social-Media-Plattformen zuhause ist, mehrere Bilder und Videos täglich kreiert und ihr oberflächliches Luxusleben der ganzen Welt zeigen muss.

Gemeinsam haben beide Formen, dass es um die Selbstwirksamkeit geht, das Erkennen, wie man als Individuum sich im Leben behauptet.

Der lichtvolle Stolz zeigt, wie man mit den von Gott gegebenen persönlichen Eigenschaften und Begabungen im Leben so umgeht, dass sie dem Leben, dem Miteinander und am Ende auch Gott dienlich sind.

Der düstere Stolz zeigt sich darin, dass jemand nach außen Stärke und Unabhängigkeit darstellt, innerlich jedoch mit seinem Schicksal und seinen eigenen Eigenschaften hadert. Dabei ist dieser Mensch stark auf Anerkennung und Aufmerksamkeit von anderen angewiesen, hat sich jedoch zugleich einen Schutzschild aufgebaut, der meist als Arroganz wahrgenommen wird. Somit dient dann das, was man auf diese Art erreicht hat, als Maske, die die Selbstunsicherheit kaschiert und die wahren lichtvollen Begabungen unterentwickelt bleiben.

Somit kann beispielsweise ein Sänger oder eine Sängerin seine Begabung so nutzen, dass Menschen sich 1. daran erfreuen und sich inspiriert fühlen oder 2. damit Geld und Ruhm erarbeitet werden. Sicher ist in den meisten Fällen beides der Fall, doch welche Waagschale davon ist demjenigen wichtiger, dem dieser seine Aufmerksamkeit widmet?

Das wiederum entscheidet sich daran, wie man innerlich motiviert ist. Dient es dazu, seine Begabung für andere einzusetzen, damit auch diese besser das Erdenleben durchstehen und bestenfalls zum Licht und zur Wahrheit finden, oder dient es dazu, sein mangelndes Bedürfnis nach Anerkennung oder Sicherheit zu kompensieren, das z. B. mit viel Geld auf dem Konto erst einmal mildernd wirken kann?

Meine lieben Leserinnen und Leser, liebe christlichen Geschwister, bitte unterscheidet in Zukunft besser, welche Art von Stolz jemand lebt. Alles, was menschlich ist, hat zwei Seiten.

Ich persönlich bin stolz, dass ich mit Christus viele Hindernisse überwunden habe, dass ich ein Kind von ihm sein darf und auf dem Weg bin, ein Licht zu werden, das man oben auf dem Berg sehen kann (Matthäus 5,14). Auch wenn ich auf diesem Weg immer wieder Schattenseiten an mir entdecke und Herausforderungen mit meinem Wesen oder dem Wesen anderer habe, gibt es dennoch Dinge in meinem Schicksal, an denen ich mich erfreue und Kraft davon schöpfe. Ich weiß, wer ich bin, aus was für Zuständen ich herausgefunden habe, was ich kann und welches Potenzial in mir sich noch entfalten möchte. Diese Kraft, die diesen lichtvollen Stolz zeigt, der auch mit einer Beziehung mit Gott einhergeht, möchte ich gerne den Menschen weitervermitteln.

"Stellt euer Licht nicht unter den Scheffel", spricht der HERR (Matthäus 5,15). Bleibt demütig und seid stolz auf das, was der HERR mit euch macht und wie er euch hilft. Reinigt euch von innen (Matthäus 23,26), damit eure Lampe viel Licht in diese Dunkelheit auf Erden wirft und die umherziehenden Seelen jetzt ihren Weg nach Hause finden.

Möge Gott alles segnen, die dies gelesen haben.


 

Ergänzungen und Zitate zum Begriff „Stolz“

 

Jakob Lorber, der über den Heiligen Geist vieles von Christus aufschreiben durfte, hat auch geschrieben, woran man eine Sünde erkennt. So erklärt sich auch, wann genau der Stolz eine Sünde ist.

„Es gibt vor Mir im Grunde des Grundes nur so ganz eigentlich eine einzige Sünde, welche die Mutter aller anderen Sünden ist, und diese Sünde heißt: Hochmut! … Denn so ihr Sünden hättet so viel, als es da gibt des Grases auf der Erde und des Sandes an den weiten Ufern des Meeres, und hättet aber dabei keine Spur von einem Hochmut, so wären alle diese Sünden wie gar keine vor Mir! … Sünden aber, die ohne Hochmut begangen werden, sind keine Sünden, weil sie den Grund zur Sünde nicht in sich bergen.“

(Zusammengefasst, HiG 03_49.04.06)

 


Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions stolz sind und gehen mit aufgerecktem Halse, mit lüsternen Augen, trippeln daher und tänzeln und klimpern mit den Spangen an ihren Füßen, deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions kahl machen, und der HERR wird ihre Schläfe entblößen.
— Jesaja 3,16-17LUT

Ein Beispiel aus der Bibel, das über Stolz geschrieben steht. Hier geht es um die Frauen, wie ich sie als Beispiel der Influencerin genannt habe. Die Maßnahme, die Gott für diese Frauen vorgesehen hat, ist dazu da, dass sie demütig werden. Sie können auf diese Weise erkennen, dass es nicht um ihre Haarpracht oder Ähnliches geht, die sie zu guten Frauen macht, sondern dass ihre Herzenshaltung wichtig ist. Für einen Mann könnte so eine Maßnahme so aussehen, dass er in seiner Freiheit eingeschränkt wird, sprich ins Gefängnis kommt. Was auch schon oft gefruchtet hat, da Männer sehr revierbezogene Wesen sind.

 



Über die Aufopferung, die im Stolz sein kann:

Lieber im Stehen sterben als auf den Knien überleben.

— Jacques Santer (1937 - heute)



Über den sogenannten “falschen Stolz”:

Mancher ertrinkt lieber, als daß er um Hilfe ruft.

— Wilhelm Busch (1832 - 1908)



Über den düstern Stolz, der andere nieder macht:

Jeder kommt zu Fall, der sich, obwohl als Mensch geboren, stolz ein Übermensch zu sein vermißt.

— Sophokles (um 497 - 405 v. Chr.)



Es ist eine viel schlimmere Art des Stolzes, andere zu verkleinern, als sich selbst zu erheben."

— Francesco Petrarca (1304 - 1374)



Ein lichtvoller, stolzer Pfau zeigt seine Pracht.

Über den Wunsch, wie Stolz zu deuten sein sollte:

Ich möchte gern, daß man Stolz als eine edle Eigenschaft der Seele ansähe; als ein Bewußtsein wahrer innerer Erhabenheit und Würde; als ein Gefühl der Unfähigkeit, niederträchtig zu handeln.

– ADOLPH FREIHERR KNIGGE

 
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