Blog: Bibelzitat vs Yin-Yang
Heute hat mich geschätzt der 20. darauf hingewiesen, dass das Yin-Yang-Symbol, das ich bei YouTube als Profilbild nutze, "antichristlich und okkult" wäre. Das nehme ich heute als Anlass, um einen Blogbeitrag fertigzustellen und darauf einzugehen, dass dem nicht so ist. In diesem Bestreben, mich davon zu überzeugen, kommt auch hier und da dieses Zitat zum Vorschein, auf das ich nun eingehe:
“Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat Gerechtigkeit zu schaffen mit Gesetzlosigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen?“ 2.Korinther 6,14-16
Das Licht ist das Licht und die Finsternis ist die Finsternis. Der Tag ist der Tag und die Nacht ist die Nacht. Christus ist gleich mit Gott und Beliar ist gleich mit dem Teufel. Jedes ist für sich, es mag sich berühren, doch es verschmilzt nicht, doch ist jedes in unserer Welt zu finden. Durch Gott, der das Leben ist und alles, was lebt, ein Teil von ihm somit ist, sind sie auch mit ihm verbunden. (Was jedoch auch einseitig sein kann, wenn sie sich von ihm abgewandt haben.) Wir leben in einer Welt der Gegensätze, die vom Schöpfer erschaffen wurde, damit wir lernen, mit unserem freien Willen dort hindurchzufinden.
Gott ist Gott und wir machen ihn weder größer, noch kann der Teufel ihn kleiner machen.
Er braucht uns nicht, aber wir brauchen die bewusste Gemeinschaft mit Gott.
Wir brauchen ihn, denn wir sind gefangen in einer Welt, die viel Dunkelheit hat, und etliche von uns haben darin kein Licht, zu dem sie sich wenden können. Aber wir, die wir das Licht der Welt haben, wir können uns aus dieser polaren Welt heraus befreien, indem wir diesem Licht folgen.
Wenn das oben genannte Zitat benutzt wird, beweist es nicht, dass das Symbol von Yin und Yang teuflisch ist, es beweist, dass jemand dieses Zitat nicht verstanden hat.
Ich las einmal einen Kommentar zum Thema Transgender, auf den jemand anderes Folgendes antwortete: „Meine Tante hat sich erfolgreich zum Mann umoperieren lassen.“ – „Es hat sich noch nie eine Frau erfolgreich zum Mann operieren lassen.“
Und so wie das Licht niemals Finsternisse sein kann und Gott niemals etwas Böses tut, wird niemals eine Frau ein Herr oder ein Weib ein Mann werden. Ein Braunbär wird niemals ein Schwarzbär oder ein Eisbär sein. Sie sind alle in unserer Realität vorhanden, jeder hat dort seinen Platz und seine Aufgabe. Und das ist die Ordnung, in einer göttlichen Ordnung, die dieses Yin-Yang-Symbol zeigt.
Die Bibelstelle des Zitates zeigt, dass Paulus die Korinther ermuntern möchte, jetzt den Weg Gottes zu gehen, anstatt das, was sie bisher gewohnt waren. Denn das Griechenland damals war eines, in dem es eine Vielgötterei gab, und diese neue Gemeinde lebte immer noch von dem, was zu diesem Brauchtum gehört. Diese Dinge passten nicht mehr auf die Ebene, die sie jetzt erreicht hatten. Denn sie hatten jetzt Christus angenommen und bekannten sich dazu, dass es nur einen Gott gibt. Denn wer Christus annimmt, macht sich auf den Weg in eine neue Ebene, in der man auf alles, was darunter an Ebenen (Dimensionen) liegt, draufschaut. Dazu zählen sowohl die Polarität als auch die Naturgeister oder der tierischen Triebe. Diese Dinge gibt es sicher dann weiterhin, aber sie haben keinen so hohen Stellenwert mehr, dass man sein Leben nach ihnen richtet.
Wer ein Ritual oder eine Fähigkeit und das dazugehörige Wissen verinnerlicht und im eigenen Wesen integriert hat, wird diese schon bald intuitiv aus dem Unterbewusstsein abrufen. So wie beispielsweise die Fallschule in der Kampfkunst oder das Schalten und Hebeln während des Fahrens eines PKW. Er wird weiter diese Fähigkeit nutzen, aber es läuft nebenher, sodass eine höhere Bewusstseinsebene anvisiert werden kann und der geistige Horizont sich erweitert, wenn er mehr dazu lernen möchte.
Und dies sollen diese christlichen Griechen nun lernen. Sie können kleiden und ihre Häuser weiter bauen wie bisher und auch Wein anpflanzen. Sie sollten sich jedoch Christus verinnerlichen, an dessen Lehre orientieren und sein tiefgreifendes Liebesbeispiel leben. Während die Fallschule nützlich ist, um sich abzurollen, statt wie ein Stein auf dem Boden zu landen, ist es natürlich die Kehrseite eines Kampfkünstlers, der sich auf Schläge spezialisiert hat, nicht gleich zuzuschlagen. Es ist für ihn eine Herausforderung, neue Wege sich zu überlegen, die für die Beteiligten friedfertiger sind, wenn er angegriffen werden würde. Und das gilt nur auch für die spirituelle Ausrichtung der Griechen.
Ein Christ ist nicht mehr ein Kind dieser Welt, sondern ein Kind von Gott. Daher sollen sie nichts Unrechtes mehr tun, sondern nach Gottes Gerechtigkeit streben. Denn alleine das Erkennen, dass es ihn gibt, macht sie nicht selig, sondern nur die Werke, die ihn widerspiegeln (Jakobus 2,17). (Bitte nicht mit der These verwechseln, dass man “durch Werke frei wird”.) Es bleibt der freie Wille, der sündigen kann, doch wenn das geschieht, praktiziert er wieder Schritte in ein niederes und altes Bewusstsein, das eine geistliche Trennung von Gott verursacht, das durch Reuen wiederhergestellt werden muss.
Die Korinther müssen sich innerlich und geistig vom alten Gewohnheiten trennen, wie der Tag sich von der Nacht trennt, oder die Wahrheit, nicht dasselbe Ergebnis bringt wie die Täuschung.
DAS wäre wirklich antichristlich: wenn alles gleich wird, wenn die Polarität nicht mehr zu erkennen ist. Dass es egal ist, welches Geschlecht du hast. Egal ist, wer welche Rolle in der Ehe hat. Dass es egal ist, mit was für einem Lebewesen du Sex hast. Dass es egal ist, wer wie wen richtet. Dass es egal ist, ob du Gott oder den Teufel anbetest. Dass alles, was du machst oder nicht machst, per se gut ist, dass Gut und Böse nicht mehr zu erkennen sind.
DAS ist das Wahre Antichristliche: Der Einheitsbrei!
Wenn Yin und Yang eine Masse werden, nicht mehr getrennt, sondern vermischt.
DAS ist ANTICHRISTLICH!!!!
Allein dass du die Geister unterscheiden möchtest und versuchst, das Richtige für ein gutes, liebevolles und wahres Miteinander zu tun, ist der erste Schritt, der dich aus diesem teuflischen Einheitsbrei rausholt. Wenn es dir jedoch egal wird, dann wärst du da, wo der Teufel dich hinhaben möchte. Dann wärst du ein bereites Opfer für den nun kommenden Weltherrscher und Anti-Messias. Schau nur hin, das soziale und spirituelle Klima ändert sich so, dass dieser dann ein leichtes Spiel haben wird. Suche daher nach dem wahren Christus, der dir weiterhelfen kann und dich beschützt, vor dem Abfall der Menschen in einer sehr düsteren Zeit dieser Gesellschaft zu entfliehen.
Das Anti-Yin-Yang
wenn alles und jeder nur noch beliebig ist und egal
Hier noch einmal die von Gott geschaffene Polarität (1.Mose 8,22) in Deutsch. Das englische Original und deren Quelle findet ihr beim Klicken des Bildes.
P.S: Paulus meint in dem Zitat "Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen …" auch, dass man nicht allzu vertraut sein sollte mit Menschen, die nicht in die Richtung mit Christus gehen. Konflikte und Missverständnisse sind hier vorprogrammiert, weil nun die Sichtweise eine andere Dimension angenommen hat.